28. Januar 2010, Tags: ,

Die Gastfamilie schon vor dem Austausch kennen lernen

Die Gastfamilie spielt im Schüleraustausch eine große Rolle. Denn mit ihr lebt der Schüler während seiner gesamten Zeit im Ausland zusammen unter einem Dach. Sie stellt somit den direkten und wichtigsten Kontakt zu Kultur, Lebensweise und Sprache des Gastlandes dar. Der deutsche Jugendliche lernt mit der Gastfamilie aber nicht nur das Leben in einem fremden Land kennen, sondern auch ganz neue Menschen, bei denen er nicht selten ein zweites zu Hause findet. Anfangs fällt es jedoch fast allen Austauschschülern schwer, sich an das Zusammenleben mit fast Fremden zu gewöhnen. Da hilft es, wenn er sich schon im Vorfeld ein wenig mit der Familie bekannt gemacht hat.

Einige Schüler haben das Glück, dass ihre Gastfamilie schon Wochen oder sogar Monate vor ihrer Abreise fest steht. Sie bekommen damit die Chance, sich gegenseitig schon vor der gemeinsamen Zeit etwas zu „beschnuppern“. Gerade die moderne Kommunikation via Internet macht dies möglich. Denn während zu einem früheren Zeitpunkt meist nicht viel mehr als 1 oder 2 Briefe ausgetauscht und vielleicht telefonisch die wichtigsten organisatorischen Punkte besprochen werden konnten, sind dem Austausch heute keine Grenzen mehr gesetzt – denn dank Flatrate und High-Speed-Datenübertragung spielen im Internet weder Kosten, noch Zeit eine Rolle. Insbesondere Emails und Chats werden deshalb gerne genutzt, um sich besser kennen zu lernen. Gerade zu der Gastmutter und eventuellen gleichaltrigen Gastgeschwistern entsteht hierbei oft schon ein reger Kontakt. Trotzdem sollten beide Seiten sich auch für einen Briefwechsel und Telefongespräche Zeit nehmen. Diese sind durch Handschrift und Stimme schließlich wesentlich persönlicher und bieten auch weniger Potenzial für Missverständnisse.

Oftmals steht die Familie leider erst recht kurz vor dem Austausch fest. Weil zu diesem Zeitpunkt oft noch viel zu regeln ist – von Impfungen, übers Koffer packen bis hin zu Verabschiedungen – kommt der Kontakt zur neuen „Heimat“ nicht selten zu kurz. Aber auch dann müssen die Schüler sich keine Sorgen machen – denn die Familien sind sorgfältig ausgewählt und freuen sich meist sehr auf ihr Gastkind, so dass sich alle auch ohne ein vorheriges Kennenlernen schon bald gegenseitig ins Herz schließen.

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