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Schule danach

Ein Austauschjahr ist ein einmaliges, spannendes Erlebnis – kein Wunder, dass viele Jugendliche den Traum vom Schüleraustausch haben! Ein Problem stellt für sie aber häufig die Angst vor den schulischen Schwierigkeiten nach der Rückkehr dar. Gerade zu Zeiten der Umstellung auf G8 ist die Frage nach dem Wiedereinstieg besonders wichtig. Da heißt es: Schuljahr wiederholen oder nicht? Wie kann ein Schüler es schaffen, zurück zu Hause den Anschluss in der Schule zu bekommen, ohne dass seine Leistungen abfallen? Oder ist nur ein halbes Jahr Ausland die richtige Lösung?

Individuelle Möglichkeiten

Es gibt für Schüler verschiedene Möglichkeiten, einen Austausch in ihre Schulzeit einzubauen, ohne damit gleich ihr Abitur zu gefährden. Diese sollten individuell je nach persönlichen Leistungen und Zielen des einzelnen Schülers, in Abhängigkeit von den Regelungen im Bundesland und – ganz wichtig! – vor allem in Absprache mit dem Rektor und Klassenlehrer der deutschen Schule gegeneinander abgewogen werden.

Klasse überspringen? Anerkennung der schulischen Leistungen im Ausland

Eine häufig gewählte Lösung ist, die schulischen Leistungen eines Austausches während der Eingewöhnungsphase in die Oberstufe anerkennen zu lassen – im Klartext also die elfte bzw. nach G8 die zehnte Klasse in Deutschland zu überspringen. In Rücksprache mit der Schulleitung ist dies gerade für leistungsstarke Schüler meist kein Problem, selbst dann nicht, wenn durch den Austausch sogar das erste halbe Jahr der Qualifikationsphase verpasst wird. In diesem Falle wird einfach die Leistung des zweiten Halbjahres doppelt für die Qualifikation gerechnet. Das bedeutet zwar, dass den Schüler nach der Rückkehr ein größeres Arbeitspensum erwartet, um den stofflichen Anschluss zu seinen Mitschülern zu bekommen. Dafür hat er ihnen aber viel an Reife, Sprachkenntnissen und Eigenständigkeit voraus. Außerdem sollten die fachlichen Probleme beim Wiedereinstieg auch nicht überschätzt werden, denn die Erfahrungen zeigen, dass er – auch ohne Vorbereitung im Ausland – gut zu schaffen ist. Erleichtert werden kann der Einstieg, indem der Jugendliche bei der Stundenplangestaltung im Ausland einige meist sogar von der deutschen Schule, Stipendienprogrammen und/oder Organisation vorgeschriebene akademische Kurse wie Mathe, Englisch, Geschichte und Naturwissenschaft belegt und sich ggf. regelmäßig von seinen Klassenkameraden zuschicken lässt, was in den wichtigen Fächern in der Heimat gerade durchgenommen wird.

Nachteile der Anerkennung – besser Wiederholen?

Aber diese Lösung hat auch ihre Schattenseiten. So ist einerseits die Motivation der Jugendlichen meist nicht all zu groß, im Ausland die Zeit damit zu verbringen, den deutschen Schulstoff zu erarbeiten – andererseits ist die Zeit dafür auch viel zu schade! Denn im Ausland warten nicht nur tolle Erfahrungen auf den Schüler, es können auch oft außergewöhnliche Fächer wie Fotografie, Multimedia, Outdoor Education, Theater, Gesundheit, Japanisch oder Maschinentechnik belegt werden. Diese Fächer sind nicht nur spannend, sondern bieten auch den Vorteil, dass eventuelle Interessen vertieft und damit Vorstellungen über Berufs- und Studienwahl entwickelt werden können. Außerdem werden in den akademischen Fächern im Ausland oft ganz andere Stoffe auf einem abweichenden Niveau durchgenommen, als in Deutschland, so dass der in der Heimat nachzuholende Stoff nicht automatisch abgedeckt wird. Ehrgeizige Jugendliche schaffen den Wiedereinstieg trotzdem. Andere Schüler sollten jedoch über die Alternative nachdenken, den Gastschulaufenthalt als zusätzliches Schuljahr einzuschieben. Schließlich liegt der Wert eines Austauschjahres nicht bei der Anerkennung der schulischen Leistungen im Ausland, sondern in der Persönlichkeitsentwicklung! Dass das zusätzliche Jahr keineswegs “verloren” ist, zeigen auch die Top 10 Gründe für einen Schüleraustausch.
Wer sich nicht sicher ist, ob er den Wiedereinstieg schafft, hat meist auch die Option, zunächst in der alten Klasse wieder einzusteigen und bei zu großen Schwierigkeiten nach dem Halbjahr doch noch das Schuljahr zu wiederholen.

Verkürzter Schüleraustausch?

Eine weitere Möglichkeit besteht in einem kürzeren Austausch von 3-6 Monaten, der von vielen Organisationen angeboten wird. Gerade Jugendliche, die einerseits schwächer in der Schule sind und nicht den Ehrgeiz und die Motivation haben, verpassten Stoff nach ihrer Rückkehr aufzuarbeiten, sowie andererseits aber auch das Schuljahr keinesfalls wiederholen wollen, fühlen sich von dieser Option häufig angesprochen. Allerdings wird in aller Regel ein Ganzjahresaufenthalt empfohlen, da dieser meist nicht nur unwesentlich teurer als ein verkürzter Austausch ist, sondern vor allem eine vollständige Integration in die fremde Kultur ihre Zeit braucht und die Schüler erfahrungsgemäß erst nach einigen Monaten wirklich im Gastland ankommen. Hinzu kommt, dass die Bedenken gegenüber der Wiederholung des Schuljahres oft unbegründet sind! Denn Anschluss kann ein Schüler auch in einer neuen Klasse finden (das zeigt auch die Zeit im Ausland) und die wahren Freunde bleiben einem trotzdem erhalten, was spätestens nach der Trennung nach dem Abitur deutlich wird. Zu guter Letzt bedeutet in der späteren Arbeitswelt ein zusätzliches Schuljahr absolut keine Nachteile – im Gegenteil wird es sogar sehr positiv bewertet, wenn dieses im Ausland verbracht wurde.

Austauschjahr? Auf jeden Fall!

Grundsätzlich gilt deshalb: Ein Austauschjahr ist eine riesige Chance, die sich kein Schüler nur aus Angst vor einem schulischen Leistungsabfall entgehen lassen sollte! Denn die Zeit im Ausland bringt viele prägende Eindrücke und Erlebnisse mit sich, die ein Jugendlicher auf keine andere Weise gewinnen kann, und prägt fürs ganze Leben!

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