Schüleraustausch wohin?

Wohin soll es gehen?

Von Jahr zu Jahr zieht es immer mehr deutsche Jugendliche für einen Austausch ins Ausland. Sie wollen eine fremde Kultur von Innen heraus erleben, eine andere Sprache lernen, neue Erfahrungen machen und etwas von der Welt sehen. Für einen potenziellen Austauschschüler stellt sich dabei die Frage, was er denn eigentlich genau von der Welt sehen will und welches Land die besten Möglichkeiten für ihn bietet.

Austauschziel USA

Mittlerweile wird ein Austausch in mehr als 35 verschiedene Länder angeboten. Das bevorzugte Ziel waren dabei lange Zeit die USA. Nach wie vor besuchen die meisten Schüler dieses Land, aber die Zahlen sind rückläufig: Während im Schuljahr 1993/94 noch über 62.000 Schüler aus aller Welt aufgenommen wurden, waren es im Jahr 2003 nur noch knapp 28.0001. Gründe dafür sollen, neben schwindendem Interesse seitens der Gastfamilien und -schulen, die verschärften Einreiseregelungen, politische und Sicherheitsfragen, ausgelöst durch die Angst nach den Terroranschlägen vom 11. September, und die „Gewöhnlichkeit“ dieses Ziels sein. Der Trend geht also zu neuen Ufern.

Trend zu englischsprachigen „Alternativländern“

Neben der Nachfrage für Staaten mit der häufig aus dem Schulunterricht bekannten Landessprache Spanisch oder Französisch, steigt auch das Interesse am Austausch innerhalb Europas, sowie in „exotische“ Länder wie beispielsweise China, Guatemala oder Brasilien. Vor allem aber steigen die Austauschschüler-Zahlen in den englischsprachigen „Alternativländern“ Kanada, Australien und Neuseeland. Einer der großen Vorteile dieser Länder ist, dass hier bei einigen Organisationen der genaue Zielpunkt mit der entsprechenden Schule relativ gut bestimmt werden kann. Aber auch die englische Landessprache, die außergewöhnlichen Landschaften und die umfangreichen Schulangebote sind für viele Austauschschüler die ausschlaggebenden Gründe, eines dieser Länder zu ihrer Wahlheimat zu machen.

Die richtige Wahl

Ob nun Australien, China oder die USA – entscheidend ist bei der Wahl, dass der Schüler sich selbst über seine persönlichen Vorlieben bewusst wird. Er sollte sich umfassend über sein mögliches Zielland mit all seinen Facetten und Eigenarten informieren und seine Wahl nicht von gängigen Vorurteilen abhängig machen, sondern viel mehr darauf achten, ob er sich in den Kulturkreis eingliedern könnte. Letztendlich muss der Austauschschüler ja in dem gewählten Land leben und kann somit die Frage nach dem richtigen Land nur für sich selbst beantworten.

1 Quelle: http://lernen.bildung.hessen.de/bilingual/andere_sprachen/news/1122459819

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