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Letzter Ausweg: Gastfamilienwechsel

Die meisten Austauschschüler verbringen eine tolle Zeit im Ausland. Fast jeder von ihnen muss zwar auch verschiedene Probleme im Gastland bewältigen und erlebt kleine Reibereien mit der Gastfamilie, zu ernsthaften Schwierigkeiten kommt es bei einer guten Platzierung aber nicht oft. Wenn trotzdem größere Konflikte auftreten, sollte zunächst immer ein Betreuer zur Hilfe herangezogen werden. Denn ein Gastfamilienwechsel ist immer die letzte Möglichkeit und sollte nur bei wirklich schwerwiegenden Problemen in Erwägung gezogen werden. Trotzdem gibt es auch Situationen, in denen er unvermeidbar wird.

So können grundsätzliche Probleme auftreten, die ein harmonisches Zusammenleben von vorneherein unmöglich machen. Das kann an einer falschen Platzierung liegen, dank der Austauschschüler und Gastfamilie einfach nicht zusammen passen – selbst wenn auf dem Papier alles perfekt erscheint. Außerdem gibt es Menschen, die falsche Erwartungen in den Austausch mitbringen oder dafür schlichtweg nicht geeignet sind. Das kann in Form einer Familie sein, deren Lebensstil keinem Jugendlichen zuzumuten ist oder die ihn nur als Haushaltshilfe bzw. Prestigeobjekt benutzt, aber auch in Form eines Heranwachsenden, der die Gastfamilie nur als Hotel missbraucht und nicht bereit ist, sich anzupassen. Solche Fälle werden aber normalerweise schon im Auswahlverfahren ausgeschlossen.

Auch eigentlich lösbare Konflikte können zu einem Wechsel führen, indem sie sich hochschaukeln, weil sie nicht rechtzeitig offen angesprochen werden. Dabei kann das Vertrauensverhältnis zerbrechen und ein Gefühl von unfairer Behandlung entstehen. Wichtig ist deshalb, immer den Betreuer einzuschalten, wenn sich Probleme anbahnen, die nicht eigenständig gelöst werden können. Kann auch dieser nicht vermitteln oder wird er zu spät eingeschaltet, kommt es zu einer Eskalation, die nur noch einen Familienwechsel als Lösung zulässt.

Wenn der Wechsel erstmal beschlossene Sache ist, kann es sein, dass die restlichen gemeinsamen Tage angenehmer sind, als die Zeit vorher. Schließlich wissen alle Beteiligten, dass es bald vorbei ist. Es kann allerdings auch vorkommen, dass ein Beteiligter gekränkt ist und das restliche Zusammenleben sehr angespannt verläuft. Aber auch das muss ausgehalten werden, da es normalerweise eine gewisse Übergangszeit braucht, bis eine neue Familie gefunden ist. Diese Zeit wird in der alten Gastfamilie verbracht, Ausnahmen gibt es nur in Härtefällen. Für die Suche der neuen Familie ist der Betreuer zuständig, aber auch der Schüler selbst kann die Initiative ergreifen und versuchen, über die inzwischen entstandenen Bekanntschaften eine neue Bleibe zu finden.

Wichtig ist, dass der Austauschschüler sich nicht auf der Gewissheit ausruht, bei Problemen einfach die Familie wechseln zu können, sondern grundsätzlich bemüht ist, sich zu integrieren. Denn wenn der Konflikt durch eindeutiges Fehlverhalten des deutschen Jugendlichen entstanden ist, kann es passieren, dass auch ein Wechsel für ihn nicht mehr in Frage kommt und er vorzeitig die Rückreise antreten muss.

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