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Gastland Argentinien

Südamerikanische Ziele werden für den Schüleraustausch zunehmend beliebter. Nach Argentinien reisen beispielsweise jährlich gut 250 Austauschschüler. Nicht nur, dass sie hier fern ab von der Heimat Spanisch lernen und verbessern können – zumal die meisten Argentinier kein oder nur sehr wenig Englisch sprechen -, auch das Land an sich ist faszinierend und extrem facettenreich.

Die Republik ist mit 2,8 Millionen km² nach Brasilien der zweitgrößte Staat Lateinamerikas und hat landschaftlich so einiges zu bieten: die Pampa mit ihren unendlichen Weiten, tosende Wasserfälle, die rauen Bergmassive der Anden, tropische Regenwälder am einen und viele kleine Gletscher am anderen Ende, das gleichzeitig der südlichste bewohnte Punkt der Erde ist. Hier spiegelt sich auch die Vielfalt der Klimazonen wieder: Von tropischen Gebieten im Norden bis hin zu antarktischen Regionen im Süden. Auffallend ist dabei das gegenüber Europa vertauschte Wärmegefälle von Norden nach Süden. Dementsprechend umgekehrt sind auch die Jahreszeiten.

Auch das Schuljahr ist deshalb anders gegliedert: Es beginnt im März und endet mit dem Einsetzen des argentinischen Sommers im Dezember. Für einige Schulen sind die Einteilung des Schuljahres, sowie die Schuluniform-Pflicht die einzigen Gemeinsamkeiten, denn es herrscht derzeit noch ein großes Leistungsgefälle zwischen öffentlichen und privaten Schulen. Deshalb werden deutsche Austauschschüler bisher meist an privaten Tagesschulen platziert, die sich sowohl in ländlichen Regionen als auch in den Städten wiederfinden. Durch höhere Investitionen in das Bildungswesen und ein neues Bildungsgesetz, dass die Schulzeit um drei weitere Jahre (ähnlich der deutschen Oberstufe) verlängert, soll dem Leistungsgefälle zukünftig jedoch entgegen gewirkt werden. Dementsprechend unterteilt sich der Schulbesuch in die EGB (Educación General Básica) und in die Zeit im Polimodal, der weiterführenden Schule. Letztere bieten unterschiedliche Schwerpunkte an – vom künstlerischen über den naturwissenschaftlichen oder technischen bis hin zum sozialwissenschaftlichen Bereich. Austauschschüler können hier wählen und einen individuellen Schwerpunkt setzen. Außerdem bieten sich ihnen zahlreiche Möglichkeiten, um an verschiedenen sportlichen, künstlerischen oder musischen Aktivitäten nach dem Unterricht teilzunehmen. Der große Kontrast im Schulsystem spiegelt sich auch in der sozialen Struktur der Bevölkerung wieder: von den 37 Millionen Menschen leben knapp 20% unterhalb der Armutsgrenze.

Abgesehen von den ca. 850.000 Indianern, die sich bemühen, ihre alte Kultur am Leben zu erhalten, stammen die meisten der überwiegend katholischen Argentinier von europäischen Einwanderern ab – vorwiegend italienischer und spanischer Herkunft, aber auch deutsche Einflüsse finden sich in manchen Regionen. Trotz dieser Nähe zur „alten Welt“ ist das Lebensgefühl in diesem südamerikanischen Land ganz anders. Gewöhnungsbedürftig ist für Gäste dabei vor allen Dingen das entspannte Leben im Hier und Jetzt. Wesentlich bekannter dürfte den deutschen Austauschschülern die große Leidenschaft für den Fußball sein, der in der Heimat des fast schon vergötterten Ex-Fußballprofis Diego Maradonas alle verbindet. Auch der Tango ist unglaublich beliebt und spiegelt einen festen Bestandteil der Kultur und des feurigen Lebensstils wider. Eine große Rolle im Alltag der Argentinier spielt die Gemeinsamkeit im großen Familienverbund. Viele Besuche und gemeinsame Unternehmungen sind da typisch.

Der Großteil der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Buenos Aires und deren Umland, während der Rest des Landes – insbesondere außerhalb der Städte – nur dünn besiedelt ist. Die durch den hohen Verkehr leider recht stark verschmutzte Metropole heißt ironischerweise übersetzt „gute Lüfte“ und kommt im Sommer bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 80 Prozent auf Temperaturen bis zu 35 Grad. Abgesehen davon hat das kommerzielle und industrielle Zentrum Argentiniens viel zu bieten: Buenos Aires ist mit seiner pulsierenden Energie bekannt für sein ausgeprägtes Nachtleben und ein breites kulturelles Angebot. Die recht europäisch geprägte Hafenstadt stellt zusammen mit Còrdoba, die zweitgrößte Stadt Argentiniens, einen starken Kontrast zu den urzeitlichen Landschaften und beliebten Sehenswürdigkeiten dar: Neben den riesigen Rinderfarmen, für deren exzellentes Fleisch Argentinien weltberühmt ist, gilt es, die beeindruckenden Wasserfälle von Iguazú, einen der 35 Nationalparks – von denen einige sogar als Weltkulturerbe ausgewiesen sind -, die antiken Höhlenmalereien in der Cueva de las Manos oder die spanischen Kolonialbauten und den „Zug in die Wolken“ in der Provinz Salta zu entdecken.

Weitere Informationen über Argentinien gibt es hier.

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