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Kulturschock im Schüleraustausch

Ein Schüleraustausch beginnt für die meisten Austauschschüler mit Aufregung, Neugier und Freude. Natürlich ist es schwer, Freunde und Familie zurück zu lassen – dafür wird aber auch der gewohnte Alltagstrott in der Heimat getauscht gegen die aufregende Zeit in einem fremden Land mit vielen spannenden Eindrücken und einmaligen Erlebnissen. Dementsprechend ist die Stimmung der deutschen Austauschschüler während der ersten Wochen im Gastland euphorisch-erwartungsvoll. Schließlich ist alles neu, abwechslungsreich und ungewohnt – sogar der Gang zum Bäcker wird so zum Abenteuer. Die Zeit verfliegt rasend schnell – bis die Ernüchterung kommt. Mit der Erkenntnis, dass auch das Leben im Gastland von gleichförmiger Routine geprägt ist, kehrt Normalität ein. Dieser Sturz aus der Euphorie löst bei vielen Schülern einen regelrechten Kulturschock aus.

Diesen schockartigen Gefühlszustand, der im Zusammentreffen mit einer fremden Kultur häufig auftritt, erleben rund 80 Prozent der Austauschschüler. Durch die verlangte Anpassung an das Leben im Gastland empfinden die Betroffenen dabei ihre persönliche und kulturelle Identität bedroht und fühlen sich fehl am Platz. Sie müssen deshalb einen Krisenprozess durchlaufen, an dessen Ende die erfolgreiche Integration in die neue Umgebung steht und erkannt wird, dass die Angst vor einem Identitätsverlust unbegründet ist und sogar im Gegenteil die eigene Persönlichkeit durch den Perspektivwechsel gestärkt wird.

Ein Kulturschock äußert sich durch verschiedenste Symptome, die sowohl psychisch als auch physisch sein können – von Depressionen, Lethargie und allgemeiner Traurigkeit über Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Gereiztheit bis hin zu starken Gewichtsschwankungen, übermäßiger Reinlichkeit und einer unbegründeten Abneigung gegen das Gastland. Alles dort scheint auf einmal schlecht und wird kritisiert, während die Heimat über den grünen Klee gelobt wird.

Bewältigt werden kann diese Krise nur, wenn der Betroffene nicht in Selbstmitleid versinkt und sich nicht in die Isolation zurück zieht, sondern aktiv wird, sich ablenkt und sich mit seiner Umgebung auseinander setzt. Dabei sollte er vermeiden, das Gastland ständig mit seiner Heimat zu vergleichen – schließlich ist jede Kultur für sich einzigartig! Der Kontakt zu Einheimischen verbunden mit der Verbesserung der Sprachkenntnisse ist ebenfalls hilfreich. So fördert er seine Integration und fühlt sich schon bald in dem fremden Land wohl.

Neben dem Kulturschock zu Beginn eines Auslandsaufenthaltes gibt es aber auch einen Eigenkultur-Schock bei der Rückkehr. Dieser “Kulturschock back home” ist meist heftiger, als der beim Eintritt in die neue Kultur, da die Notwendigkeit der Reintegration in die fremd gewordene Heimat unerwarteter ist. Auch hier hilft die Auseinandersetzung mit der Umgebung, Ablenkung und der Kontakt zu Freunden und Familie. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang das Nachbereitungstreffen der Organisation.

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