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Gastland China

Während der Schüleraustausch in westlich geprägte – oder doch zumindest unserer Kultur annäherungsweise ähnliche – Gastländer sich in den letzten Jahren etabliert hat, wird das Auslandsjahr in Asien gerade erst entdeckt. Nur ca. 100 Schüler reisen jährlich nach China, um dort für ein Jahr zu leben, eine der ältesten Sprachen der Welt und eine völlig unbekannte Kultur kennen zu lernen. In Zukunft wird das Interesse am deutsch-chinesischen Schüleraustausch jedoch wahrscheinlich steigen – und das nicht nur wegen der wachsenden Bedeutung der wirtschaftlichen Beziehung zwischen den beiden Ländern. Auch China an sich ist ein faszinierendes Land, in dem man mehr als einen Urlaub braucht, um es wirklich erkunden und kennen lernen zu können.

Das Land im fernen Osten ist mit einer Fläche von rund 9,6 Millionen km² das drittgrößte und zugleich mit 1,3 Milliarden Menschen auch das bevölkerungsreichste Land der Welt. Das heißt im Klartext, dass jeder sechste Mensch dort lebt! Aber nicht nur bezüglich seiner Bevölkerung ist China ein Land der Superlativen: Auch Landschaft, Flora und Fauna beeindrucken mit riesigen Beständen, großer Vielfalt und weltweit einzigartigen Exemplaren. Die größte Schlucht, den größten Berg und den drittgrößten Fluss der Erde, das Qinghai-Tibet-Plateau, auch „Dach der Welt“ genannt, den seltenen großen Panda, fast alle wichtigen Pfanzen der nördlichen Hemisphäre – all das findet man im „Riesen des Osten“.

Der natürlichen Vielfalt stehen riesige Metropolen gegenüber: Während die Hafenstadt Shanghai nicht nur die größte Stadt Chinas, sondern auch ihr wirschaftliches Zentrum und „Boomtown“ ist, stellt die Hauptstadt Peking (Beijing) den kulturellen und politischen Mittelpunkt der Volksrepublik dar. Hier versammelt sich die Essenz der chinesischen Kultur: Neben dem als Chinas Symbol betrachteten Tiananmen-Tor und dem Kaiserpalast, der auch Verbotene Stadt genannt wird und der weltweit größte antike und gut erhaltene Baukomplex ist, ist vor allem die als eines der Weltwunder bezeichnete Große Mauer in Badaling, 70km nördlich von Peking gelegen, einen Besuch wert. Beide Städte faszinieren durch ein Nebeneinander von dynamischen Wachstum und Jahrtausende alter Geschichte auf engstem Raum, wodurch sie sich sowohl als moderne, internationale Metropolen, als auch als antike Kulturstädte präsentieren. Diesen beeindrucken Mix aus Futurismus und Tradition findet man überall im Land: Auf der einen Seite fernöstliche Mythen, Weisheiten und Traditionen, buddhistische Tempel, Feng Shui und Taoismus, auf der anderen ein rasantes Wirtschaftswachstum, boomende Städte, High-Tech und zukunftsträchtige Entwicklungen.

China befindet sich im Wandel – das ist auch in der Gesellschaft zu spüren. Auch wenn die Regierung immer noch autoritär ist, sind viele Entscheidungsprozesse inzwischen dezentralisiert und Eigeninitiative wird in immer mehr Bereichen zugelassen. Aber selbst wenn sich dementsprechend auch im privaten Lebensalltag immer mehr Wahlmöglichkeiten und Freiheiten auftun, wird auf traditionelle Werte wie Höflichkeit, Respekt und Zurückhaltung nach wie vor sehr viel Wert gelegt. Insbesondere von Jugendlichen wird erwartet, dass sie älteren Menschen, vor allem den Autoritätspersonen wie Eltern und Lehrern, respektvoll begegnen. Deutsche Austauschschüler müssen sich deshalb daran gewöhnen, wieder als Kind behandelt zu werden. Der Schüleraustausch bedeutet für sie schließlich nicht nur, Chinesisch zu lernen – im übrigen die einzige auf Bildzeichen basierende Schrift der Welt, die heute noch gebräuchlich ist -, sondern auch die Begegnung mit völlig anderen Wertesystemen, Kommunikationsstilen und Verhaltensmustern. Der enorme Kulturunterschied, der wesentlich größer ist als beispielsweise der zwischen Europa und Amerika, stellt dabei eine besonders große Herausforderung und somit auch eine besondere Chance für den Erwerb interkultureller Kompetenzen dar.

Neben den richtigen Umgangskonventionen und der Familie haben vor allen Dingen Bildung und Leistungsorientierung einen hohen Stellenwert im alltäglichen Leben der Chinesen. Eine gute Ausbildung ist Schlüsselthema im „Reich der Mitte“, wodurch im Zusammenspiel mit der Konkurrenz um die wenigen guten Studienplätze ein enormer Leistungsdruck entsteht. Dementsprechend prägen Disziplin und Fleiß, Frontalunterricht und ständiges Auswendig-Lernen den Schulalltag, durch verschiedene Maßnahmen werden diese Strukturen in jüngster Zeit jedoch aufgebrochen und auf einen stärker anwendungsbezogenen Unterricht hingesteuert. Eine Besonderheit im straffen Ganztagsunterricht sind die Gymnastikpausen, in der die Schüler gemeinsame Übungen machen. Außerdem auffällig ist, dass die Schüler zwar nach jedem Halbjahr Zeugnisse bekommen, diese aber nur bei einem Schulwechsel über die schulische Zukunft entscheiden – das klassische Sitzenbleiben existiert hier also nicht. Ein Schulwechsel findet sowohl zwischen der sechsjährigen Grundschule und der Unterstufe der Mittelschule (vergleichbar mit der deutschen Sekundarstufe I) als auch nach der 9ten Klasse, also zwischen der Unter- und der dreijährigen Oberstufe statt. Die Note des abschließenden Gao Kao (Mandarin für National High School Exam) entscheidet dann über die Möglichkeiten an Universitäten. Austauschschüler können, wie die chinesischen Schüler auch, nicht entscheiden, welche Fächer sie belegen wollen. Denn da das Schulsystem einen umfassenden Unterricht vorsieht, in dem keine Kurse abgewählt werden können, wird die Fächerpalette pro Jahrgang vorgegeben. Ausländische Schüler bekommen aber von den meisten Organisationen einen den Unterricht ergänzenden Sprachkurs geboten.

Detaillierte Informationen sind hier zu finden.

Karte von China

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