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Gastland Guatemala

Der amerikanische Kontinent fasziniert viele junge Menschen und auch Austauschschüler sind von ihm begeistert. Gerade die Länder Nordamerikas – insbesondere die USA und Kanada – sind sehr traditionelle und auch besonders beliebte Gastländer. Daneben werden auch einige Länder Südamerikas – vor allem Brasilien und Argentinien – immer häufiger zum Ziel eines Schüleraustausches. Mittelamerika wird hingegen noch von wenigen ausländischen Gastschülern besucht. Mit bisher nur sehr wenigen deutschen Austauschschülern ist dementsprechend auch Guatemala kein typisches Gastland. Diejenigen, die den kleinen Staat zwischen Mexiko und El Salvador trotzdem zu ihrer Wahlheimat auf Zeit machen wollen, werden es nicht bereuen. Schließlich gibt es in Guatemala einiges zu entdecken…

Das mit 108.889 km² vergleichsweise kleine Land in Zentralamerika, das zwischen Mexiko, Belize, El Salvador und Honduras, sowie zwischen  Karibik und Pazifik liegt, gilt als eines der schönsten der Welt. Vor allem die abwechslungsreiche Landschaft beeindruckt dabei maßgeblich: Auf kleinstem Raum finden sich hier stark bewaldete Hochebenen, imposante Vulkanketten mit sowohl aktiven, als auch erloschenen Vulkanen, flussreiche und stark besiedelte Täler mit wunderschönen Seen, undurchdringliche Wildnis, tropische immergrüne Regen- und Nebelwälder, weite Flächen fruchtbares Plantagenland, trockene Savannengebiete und traumhafte Sandstrände mit Kokospalmen und Mangroven. Die verschiedenen Wälder mit fast 450 unterschiedliche Baumarten bedecken dabei gut ein Drittel der Landsfläche und auch Bromelien und Orchideen sind in verschiedensten Varianten zu finden. Fast eben so artenreich ist die Tierwelt Guatemalas: Neben unzähligen Insekten- und Säugetierarten leben auch verschiedenste Reptilien und Amphibien und rund 700 unterschiedliche Vogelarten dort. Der wohl bekannteste Vogel Guatemalas – und gleichzeitig auch Nationalsymbol – ist
der etwa handgroße Quetzal, der bei mit seinem grünen Gefieder und einem auffälligen langen Schwanz bei den Indianern als heilig gilt.

Neben der spektakulären Natur machen wohl auch die große Anzahl indianischer Einwohner Guatemala mit ihrer traditionellen Lebensweise zu einem solch faszinierenden Land. Nirgendwo sonst in Lateinamerika ist die spannende Geschichte und Kultur der Maya bis heute so präsent, wie dort. Auch wenn die Mehrheit der Bevölkerung heute katholisch ist – auch deutlich durch die landesweiten beeindruckenden großen Osterprozessionen – sind dementsprechend nach wie vor überall in Guatemala präkolumbianische Rituale und Traditionen aus der Maya-Religion zu finden. Die bunten Gewänder und die folkloristische Musik auf einzigartigen Instrumenten, wie die xylophonartige Marimba, sind nur Beispiele dafür. Heute stellen die Indigenas, also die Nachkommen der Mayas, ca. 40% der 14 Millionen Guamalteken. Sie teilen sich dabei in 22 Volksgruppen mit verschiedenen Maya-Sprachen auf. Die offizielle Amtssprache des Landes und gleichzeitig Muttersprache für die restlichen 60% der Bevölkerung, die überwiegend auch Ladinos genannte Mestizen – also Mischlinge – sind, ist jedoch Spanisch.

Die Hochkultur der Maya ist aber nicht nur in der Bevölkerung zu entdecken – gerade die oftmals sehr gut erhaltenen historischen Bauten sind Zeugnisse vergangener Zeiten. Tikal ist mit seinen vielen Tempelpyramiden, Säulen und Steinstelen wohl eines der beeindruckendsten Beispiele. Die bedeutende Stadt der Maya-Periode, die auch Unesco-Kulturerbe ist, liegt mitten in den nördlichen Regenwäldern und fasziniert besonders durch diese Kulisse. Auch Antigua, die ehemalige Hauptstadt Guatemalas, ist sehenswert. 1542 gegründet wurde sie im 18. Jahrhundert durch ein schweres Erdbeben fast völlig zerstört. Auch sie ist heute Weltkulturerbe und gilt nach dem Wiederaufbau mit ihren Kolonialbauten als eine der schönsten Städte des Landes. Die Hauptstadt wurde jedoch nach Guatemala City verlegt, in der derzeit ca. 2,5 Millionen Einwohner leben. Die auf einem Hochplateau gelegene, vergleichsweise westliche Stadt ist umgeben von mehreren Vulkanen und gleichzeitig Verwaltungs- und kommerzielles Zentrum des Landes. Hier gibt es einige beeindruckende Bauten wie die Kathedrale und den Palacio Nacional zu entdecken, gleichzeitig werden aber auch das große Reich-Arm-Gefälle Guatemalas und die extremen sozialen Missstände deutlich spürbar. Wegen der dadurch entstehenden hohen Kriminalitätsrate ist bei Reisen in diesem Land Vorsicht geboten. Auch im Bildungsbereich gibt es noch große Defizite in diesem Land: Die Analphabeten-Quote liegt bei 30%! In Zusammenarbeit mit der ansässigen größten deutschen Kolonie Lateinamerikas arbeitet die Regierung allerdings an der Verbesserung der Umstände und kann insbesondere durch einige gute Privatschulen ausländischen Gastschülern einen angemessenen Schulbesuch ermöglichen.

Hier gibt es weitere Informationen über Guatemala.

Karte von Guatemala

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