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Eltern vom Schüleraustausch überzeugen

Den Traum vom Schüleraustausch haben viele Jugendliche: Für ein Jahr in einem anderen Land zu leben und zur Schule zu gehen, die Sprache und die Kultur kennen zu lernen und an den einmaligen Erfahrungen zu wachsen ist für sie nicht nur eine Spinnerei, sondern ein ernst gemeinter Wunsch. Leider sehen ihre Eltern das oft ganz anders.

Nicht selten tun sie das Interesse ihres Kindes leichtfertig mit einem „Jaja“ ab und machen sich keine weiteren Gedanken zum Thema. Bohrt der Jugendliche trotzdem weiter nach, stoßen sie oft auf viel Skepsis – einige Eltern verbieten die Teilnahme an einem Austausch sogar von vorne herein. Schüler, die es mit dem Austausch-Wunsch wirklich ernst meinen, sollten sich aber so leicht nicht unterkriegen lassen, sondern versuchen, ihre Eltern zu überzeugen.

Die wichtigsten Maßnahmen sind:

  • Möglichkeiten des Schüleraustauschs mit Lehrern, Verwandten und Organisation besprechen
  • Pro- und Kontra-Argumente für einen Austausch zusammentragen
  • Konkrete Angebote (z.B.: Kataloge) recherchieren und den Eltern vorlegen
  • Finanzierungsmöglichkeiten überprüfen (BaföG, Stipendien, Jobs etc.), ggf. sogar schon beantragen/bewerben und den Eltern vorschlagen
  • Kompromissbereitschaft zeigen
  • In die Lage der Eltern versetzen und auf deren Sorgen eingehen
  • Informationen über das gewünschte Gastland sammeln
  • Nicht locker lassen!!

Argumente für den Austausch sammeln

Bei der Überzeugungsarbeit ist es besonders wichtig, zu argumentieren. Ein einfaches „Ich will aber“ führt den Schüler nirgendwo hin. Statt dessen sollte er deutlich machen, dass sein Wunsch ernstzunehmend ist, die Gründe und Vorteile aufzeigen, sich aber auch mit den Nachteilen auseinander setzen. In vielen Fällen bewirkt es oft schon Wunder, wenn der Jugendliche sein Vorhaben noch einmal anspricht, nachdem er sich gründlich damit beschäftigt hat und seinen Eltern Fakten nennen, Broschüren vorlegen und auch die negativen Aspekte berücksichtigen – und nach Möglichkeit entkräften – kann. Gerade Letzteres zeigt, dass der Schüler den Austausch realistisch betrachtet. Und auch wenn er damit noch nicht direkt überzeugen kann, kann der Schüler zumindest die Aufmerksamkeit auf seinen Wunsch lenken und hat damit einen ersten Fuß in der Tür, während er mit Sturheit meist nur auf taube Ohren stößt. Kompromissbereitschaft zu signalisieren ist dabei besonders wichtig, um die Eltern zu überzeugen.

Sorgen vor dem Auslandsaufenthalt verstehen

Hilfreich ist auch, sich in die Lage der Eltern zu versetzen. Warum wollen sie wohl nicht, dass ihr Kind für so lange Zeit ins Ausland geht? In den meisten Fällen gibt es folgende Gründe: Zum einen ist ihnen ein Austausch einfach zu teuer oder zu gefährlich, zum anderen wollen sie ihr Kind noch nicht loslassen, haben Verlustängste oder trauen ihm den Austausch gar nicht erst zu. An diesen Punkten gilt es anzuknüpfen und auf die Sorgen der Eltern einzugehen. Finanzierungsprobleme erfordern den Willen des Schülers, selbst so viel wie möglich beizusteuern, sich um Stipendien zu bewerben, BaföG zu beantragen und alle Hebel in Bewegung zu setzen, um das nötige Geld aufzutreiben. Ist den Eltern das gewünschte Gastland zu unsicher, müssen Vorurteile und Bedenken durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Land und dem Programm der Organisation abgebaut oder vielleicht auf Alternativen ausgewichen werden. Um das Loslassen zu erleichtern, können Erfahrungsberichte von und Gespräche mit anderen Eltern und Austauschschülern helfen. Auch auf die Möglichkeit, selbst ein Gastkind aufzunehmen, kann hingewiesen werden – oder aber auf die freie Zeit für die Eltern selbst, die entsteht. Außerdem sollte der Schüler nicht nur deutlich machen, dass seine Eltern ihn ja nicht verlieren, ihm im Gegenteil durch den räumlichen Abstand sogar wieder näher kommen könnten, sondern auch, dass er selbstreflektiert und mit der nötigen Reife in einen Austausch starten will.

Bücher zum Schüleraustausch

Wenn alles nichts nützt, kann der Schüler sich auch an die Organisation, einen Vertrauenslehrer der Schule oder Verwandte und Bekannte wenden, die ihn in seinem Wunsch unterstützen. Oft kann es auch helfen, einen Brief an die Eltern zu schreiben – den müssen sie zu Ende lesen und können bei der Argumentation nicht ins Wort fallen. Einen ähnlichen, in einigen Fällen sogar überzeugenderen Effekt hat es, wenn der Jugendliche seinen Eltern ein Buch über den Schüleraustausch zu lesen gibt. Wichtig ist auf jeden Fall, hartnäckig zu bleiben und für den Traum Schüleraustausch zu kämpfen.

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